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Umweltfreundliches und kohlenstoffarmes Bauen

CO² -arme Bauweise

Die Reduzierung von CO²-Emissionen ist eine Priorität für alle, die in der Bauindustrie tätig sind: vom Zulieferer, Hersteller und Händler zu Designer, Bauplaner, Architekten und Unternehmer.

Portlandzement, der wichtigste Bestandteil von Mörtel und Beton, gibt während der Verarbeitung erhebliche Mengen von CO² ab. Viele sind sich einig, dass wir noch einen weiten Weg zu einer mörtel- und betonfreien Welt vor uns haben, aber man kann jetzt schon viel unternehmen, um den substanziellen Energieverbrauch und CO²-Emissionen in zementbasierten Baustoffen zu verringern.

tuffbau hat seit dessen Einführung von emissionsarmen Bettungsmörtel und seit der Veröffentlichung von „Eco“ Richtlinien in 2006 neue energiesparende Methodologien entwickelt.

Unsere Richtlinien fördern prinzipiell einen verantwortungsvollen und sparsamen Gebrauch unserer zementbasierten Produkte, sodass man Abfallstoffe minimalisieren und CO²-Emissionen reduzieren kann.

Darüber hinaus haben wir eine Strategie aus fünf weiteren „Kohlenstoff-reduzierenden Maßnahmen“ entwickelt, die in Kombination eingesetzt werden um CO²-Emissionen und Abfallstoffe zu verringern.

 

KOHLENSTOFF REDUZIERENDE MAßNAHME 1:

Produktdesign und -entwicklung

Mit dem Entwurf von “tuffbed 2-pack emissionsarmer Bettungsmörtel“ hat tuffbau mehrere maßgebliche, CO²-Ausstoß verringernde Vorteile zustande gebracht:

80% unseres tuffbed 2-pack emissionsarmer Bettungsmörtel ist Splitt. Indem wir diese erhebliche Portion des Produktes nicht trocknen vermeiden wir einen großen Energieverbrauch, der normalerweise dem Trocknen der Körnung zugesprochen wird. Das ist bei vorgemischten Produkten üblich; dieses Verfahren spart uns 14kg CO² per Tonne Mörtel über herkömmlichen Produkten.
 „Struktur zuerst“ ist das Prinzip der verbesserten Verzahnung der Körnungpartikel, dass zu einer verbesserten Leistungsfähigkeit des Mörtels führt und zugleich erheblich weniger zementbasierte Bindemittel braucht: das spart uns eine Menge von zusätzlich 128kg CO² per Tonne Mörtel über herkömmliche Produkten ein. Siehe Download „Kohlenstoffarme Mörtel“.
Indem wir den Splitt getrennt liefern, kann es in höherer Quantität zu größeren Projekten versendet werden und so den Bedarf an Verpackung maßgeblich senken.

 

KOHLENSTOFF REDUZIERENDE MAßNAHME 2:

‘Just in Time’ Logistik für Beschaffung und Lieferung

tuffbau benutzt ‘Just-in-Time’ Logistik, eine nachfragebestimmte Strategie, bei der Energie und Zeit in der Herstellung gespart wird und die Produkte so direkt wie möglich von der Quelle zur Baustelle transportiert werden je nach Anfrage vom Kunden bzw. Markt. Diese Strategie hat bedeutende CO²-verringernde Vorteile:

Der Gebrauch von Rohmaterialien wird mit der Herstellung des Produktes synchronisiert umso Transportkosten und -zeit auf ein Minimum zu reduzieren und Energieverbrauch beim Mobilisieren von gelagerter Ware zu vermeiden.
Unser Herstellungsvolumen ist geradlinig mit der

Kunden- bzw. Marktanfrage abgestimmt. Das hat geringen oder keinen Überschuss zur Folge.

Eine direkte Lieferung zur Baustelle wird empfohlen um die gesamte Kilometeranzahl unseres Endprodukts zu senken.
Indem wir den nicht getrockneten Splittanteil des tuffbed 2-pack emissionsarmer Bettungsmörtel getrennt liefern aber mit der Ankunft des Bindemittels koinzidieren, vermeiden wir den Bedarf einer doppelten Handhabung, dass bei vorgemischten Produkten üblich ist.

 

KOHLENSTOFF REDUZIERENDE MAßNAHME 3:

Innovation der Arbeitsmethoden im Bauwesen und auf Baustellen

tuffbaus F&E Programm hat es uns ermöglicht Innovation in der Bautechnik und in Vor-Ort-Arbeitsmethoden zu entwickeln.

Bautechniken, die einen Nutzen aus der Stärke und der Hochleistungseigenschaften unserer Produkte ziehen, haben uns verschiedene Wege gezeigt um den Massgebrauch von Beton in der Grundlage bzw. im Fundament mancher Pflasterbauweisen zu eliminieren. Diese Vorgehensweise, bei der man eine gebundene Oberfläche über eine ungebundene Grundlage installiert - „gebunden über ungebunden“- ist eine effektive Art und Weise CO²-Emissionen im Pflasterbau zu reduzieren.   

Natürlich gibt es Projekte bei denen die Eliminierung des Gebrauchs von Beton aufgrund von spezifischen Projekt- und Standortfaktoren nicht möglich ist, aber sogar in diesen Szenarien ist es immer noch möglich diesen mit Hilfe von wohlbedachten Stahlverstärkungen zu senken.

Vor-Ort-Arbeitsmethoden: unsere Untersuchung zeigte eine weitere mögliche Reduzierung vom CO²-Austoß und Energieverbrauch durch vorsichtig abgestimmte Planung der Verfahrensweise vor Ort wie zum Beispiel:

Das strategische Platzieren von Materialen, so nah wie möglich am Einsatzpunktes, vermeidet doppelte Handhabung und reduziert Abfallprodukte.
Der Gebrauch von effizienten mobilen Zwangsmischer: tuffbau stellt professionelle Werkzeuge und Maschinen zur Verfügung unter anderem Zwangsmischer, die die Arbeitsleistung und die Qualität der Aufbereitung verbessern.
Der Gebrauch von professionellen Werkzeugen und Maschinen ermutigen bewährte Praktiken vor Ort indem entsprechende Mengen des frischen Mörtels für den Arbeiter auf Anforderung vorbereitet werden.

In Kombination fördern diese Methoden eine hohe Ausführungsqualität und erzielen eine messbare Reduzierung in Abfallproduktion und Energieverbrauch. 

Nebenbemerkung – der Mythos des Silos

Unsere F&E Abteilung hat nachgewiesen, dass es ein allgemeines Missverständnis ist, dass Silos effizient und ökonomisch sind. Das Gegenteil ist der Fall! Silos brauchen eine Frischwasser- und Energiezufuhr und einen festen Standort auf der Baustelle für einen einfachen Zugang für Lieferfahrzeuge. Spezielle Fahrzeuge werden benötigt, die keinen weiteren Verwendungszweck haben. Dazu kommt noch, dass leere Silos sehr groß und schwer sind und einen Rücktransport benötigen.

Materialen müssen doppelt gehandelt werden und störende Verfrachtungen von großen Mengen frisch vermischten Materials quer durch die ganze Baustelle benötigt. Vermischtes Material setzt sich im Behälter während des Transports und der Lagerung ab, und kann Schwierigkeiten beim Einsatz bereiten, die sich auf die Leistungsfähigkeit in der fertigen Pflasterarbeit auswirken und die Legearbeiten verlangsamen können. Unverbrauchtes Material geht als Abfallprodukt verloren mit all den verbundenen negativen Auswirkungen auf die Umwelt bezüglich Handhabung und Beseitigung.

Der Durchlaufmischer des Silos muss konstant gesäubert werden, dies bringt wieder einen maßgeblichen Materialverbrauch mit sich. Silos können dazu unzuverlässig sein und brauchen laufende Instandhaltung, die das Projekt weiter aufhalten können. 

 

KOHLENSTOFF REDUZIERENDE MAßNAHME 4:

Bewährte/Beste Praktiken in Design und Spezifikation

Gutes Design und korrekte Spezifikationen sind für eine attraktive, dauerhafte und langlebige Pflasterung von großer Bedeutung. Um diesen Ansatz zu unterstützen, macht tuffbau sein technisches Wissen und extensive Erfahrung für das Fachpersonal, das sich mit dem Design und Bau von modularen Pflasterungen beschäftigt, zugänglich.

Bezüglich schlecht entworfener und gebauter Pflasterungen kann das Folgende nicht stärker betont werden: das frühzeitige Scheitern von Pflasterungen ist das ultimative Kohlenstoffverbrechen. Der Abriss, die Beseitigung und das darauffolgende Ersetzen einer schlechten Pflasterung mit neuhergestellten Materialen generiert nicht nur eine exzessive Menge an CO², sondern ist auch vollkommen vermeidbar. Dazu kommt noch, dass eine Pflasterung mit hohen Instandhaltungskosten und -aufwand um chronische Mängel und Fehler, die aus einer schlechten Planung und mangelhaftem Bau resultieren, eine große CO²-Belastung darstellt.    

Das Kreieren von attraktiven Fußgängerzonen ist sehr wichtig um Leute zu ermutigen ihre Autos zu Hause zu lassen und unsere Dörfer und Städte zu Fuß zu erkunden. Gut entworfene und qualitative Pflasterungen liegen im Herzen dieses Denkansatzes und haben das Potenzial ungeheure Mengen von Energie und CO²-Austoß zu sparen. Deshalb, mehr denn je, haben Architekten die Pflicht erfolgreiche, attraktive und langanhaltende Pflasterungen zu entwerfen. Es „einigermaßen“ richtig hinzubekommen ist nicht mehr gut genug, da die Kosten an die Umwelt zu groß sind. Wir haben unsere Produkte und technischen Support der Unterstützung von Architekten und Bauplanern gewidmet und natürlich der Notwendigkeit es schon beim ersten Mal richtig hinzubekommen.     

 

KOHLENSTOFF REDUZIERENDE MAßNAHME 5:

Unsere Produkte und BREEAM

BREEAM steht für die “ Beurteilungsmethode für Bauforschung und Baueinrichtungen für umweltbetreffende Angelegenheiten“ (Building Research Establishment’s Environmental Assessment Method). Die grünen BREEAM Richtlinien für Bauplanung ordnen Klassifizierungen zu den meisten Bildungsmaterialen, -produkten und -systemen, die in der Bauindustrie, darunter die Pflasterungsindustrie, verwendet werden.

Im Falle von modularen Pflasterungen, stellen die Folgen der Auswahl von Pflasterelement und Grund- bzw. Fundierungsmaterialen bei weitem die größten Umwelteinwirkungen dar. Obwohl Bettungs- und Fugenmörtel kritische Komponente in diesen Systemen sind, repräsentieren sie eine relativ kleine Proportion des allgemeinen Volumens des Materials, das in der fertigen Pflasterung beinhaltet ist. Deshalb haben sie in den grünen BREEAM Richtlinien keine individuelle Folgenklassifizierungen.

Ungeachtet dessen erkennen wir hier in tuffbau die Wichtigkeit darin es dem Bauplaner bewusst zu machen, dass unsere „Struktur zuerst“ Technologie im Herzen unserer Produkte steht und wir so 30% weniger Bindemittel benutzen und trotzdem hervorragende strukturelle Leistungen erreichen. Das gewährleistet, dass unsere Produkte ein verantwortlichvolles Gleichgewicht zwischen Leistungsfähigkeit und Umwelteinwirkung erzielen.

Sehen Sie dazu das Dokument “BREEAM” zum Herunterladen, das mehr Informationen zum Bereich modulare Pflasterungsmaterialen und deren Folgenklassifizierung zur Umweltbelastung in der grünen BREEAM Richtlinien beinhaltet.

Sehe Sie dazu auch da Dokument „Die grünen Daten“ zum Herunterladen, das die Vorgehensweise von tuffbau bei Produktentwicklung und -herstellung beschreibt, und wie diese zur Reduzierung von CO²-Emissionen beiträgt.